WhatsApp, der Hauptschauplatz digitaler Konflikte unter Teenagern in Pego
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WhatsApp, der Hauptschauplatz digitaler Konflikte unter Teenagern in Pego

Itsaso Aurrekoetxea Jover

Journalist
Februar 27 von 2026 - 12: 49

Im SUM-Klassenzimmer des IES Enric Valor in Pego war vom 16. bis 20. Februar die Wanderausstellung des Institut Valencià de la Joventut (IVAJ) «No em toques el WhatsApp» zu sehen, ein Bildungsprojekt, das sich mit der Analyse von Jugendkonflikten und der Art und Weise befasst, wie diese durch digitale Plattformen transformiert und verstärkt werden.

Rund 130 Studierende des zweiten Studienjahres des ESO-Programms besuchten die Ausstellung. Ebenfalls beteiligt waren die Feminist Action Group (GAF), die Pego Youth Correspondents, die Studierenden des UECO-Kurses und das Managementteam der Schule.

Die Aktivität wurde von den Technikern des Jugendbereichs des Stadtrats von Pego koordiniert und begleitet, die die Ausstellung durch partizipative Elemente und Räume zur Reflexion ergänzt haben.

Jenseits des Kampfes: Wie Teenager Konflikte erkennen

Im Mittelpunkt der Studie stand das Konzept des Konflikts und wie junge Menschen ihn erkennen und bewältigen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass es ihnen oft schwerfällt zu verstehen, dass ein Konflikt über eine direkte Auseinandersetzung hinausgeht.

Situationen wie Missverständnisse, respektloses Verhalten, abfällige Blicke, das Gefühl, von einer Gruppe ausgeschlossen zu sein, oder das fehlende Zugehörigkeitsgefühl können ebenfalls Konflikte auslösen. Oftmals führen solche Situationen zu Entfremdung oder Problemen, die weder kommuniziert noch angemessen gelöst werden.

Des Weiteren wurde beobachtet, dass es Jugendlichen schwerfällt, Konflikte als Chance für persönliches Wachstum und Prävention zu begreifen. Die Verinnerlichung des Gedankens, dass die Lösung von Problemen durch Dialog die Wiederholung schädlicher Verhaltensweisen verhindern kann, wurde als eine der zentralen pädagogischen Herausforderungen identifiziert, die in den Sitzungen diskutiert wurden.

Soziale Netzwerke: Ein neues Szenario, das Konflikte vervielfacht

Einer der Aspekte, der die größten Bedenken hervorgerufen hat, ist der Einfluss sozialer Netzwerke als neue Arena für traditionelle Konflikte, die sich im digitalen Umfeld diversifizieren und exponentiell vervielfachen können.

In einer partizipativen Podiumsdiskussion benannten Schülerinnen und Schüler die Hauptprobleme, mit denen sie konfrontiert sind. Ungefähr 15 % der jungen Teilnehmenden berichteten, beleidigt oder verspottet worden zu sein, unangenehme Nachrichten oder Drohungen erhalten zu haben oder dass ihre Bilder ohne ihre Zustimmung verbreitet wurden.

Sie verweisen vor allem auf WhatsApp, sowohl in privaten Unterhaltungen als auch in Gruppenchats, als Hauptort für diese Situationen, und in geringerem Maße auf Instagram.

Eifersucht, Kontrollsucht und vereinzelte Fälle von sexueller Einschüchterung

Zu den weiteren identifizierten Konflikten zählen Eifersucht unter Gleichaltrigen und Kontrollverhalten seitens des Partners. Vereinzelt wurden auch Fälle von sexueller Nötigung gemeldet, wenn auch seltener.

Im Rahmen der Sitzungen wurde auch über die Bedeutung der Unterstützung durch Gleichaltrige in der Adoleszenz und über die Schlüsselrolle von Freundschaften als Sicherheitsnetz in Konflikt- oder Risikosituationen reflektiert.

Ziel dieser Initiative ist es, jungen Menschen Räumlichkeiten anzubieten. Versicherung wo sie sich ausdrücken, Erfahrungen austauschen und lernen können, Konflikte konstruktiv zu bewältigen, sowohl persönlich als auch digital.

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