Die Bürgerplattform Salvem el Litoral (Rettet die Küste) hat öffentlich die Anwesenheit von Baggern und schweren Baumaschinen in Patmore, dem letzten unberührten Küstenabschnitt von Benissa, sowie die Aufstellung großer Werbebanner für ein Immobilienprojekt angeprangert, das ihrer Ansicht nach „keine Genehmigung besitzt“. Bau".
Auf den von der Gruppe veröffentlichten Bildern prangern sie „Rodungsarbeiten, Erdbewegungen oder Abholzungen innerhalb des bewaldeten Grundstücks auf ländlichem Gelände neben der Avenida de la Marina und am Abstieg nach Cala Pinets“ an.
Salvem el Litoral zeigt auch die Anbringung großer, vertikaler Banner entlang der Grundstücksmauer. Auf diesen Bannern, so heißt es, sind die Namen Patmos Resort und Patmore Residences sowie die Logos von TQ Invest Pro, Alicante Global Group und The Casas Company zu sehen.
Laut der Beschwerde der Plattform wurden mehrere dieser Konstruktionen „direkt über den Schildern des ökologischen Küstenwanderwegs von Benissa“ errichtet. Die Gruppe beschreibt dies als „besonders symbolträchtig, da es einen Widerspruch darstellt, in diesen letzten unberührten Küstenabschnitt von Benissa einzugreifen“.
Für Salvem el Litoral stellt die Installation dieser Werbung eine vorgezogene Marketingmaßnahme dar, die das Bild eines „bereits im Bau befindlichen Touristenkomplexes“ vermittelt und so ein Gefühl von vollendeter Tatsache erzeugt, obwohl, wie sie behaupten, „das Projekt keine Baugenehmigung besitzt“.
Fragen an den Stadtrat
Angesichts dieser Situation fordert die Bürgerplattform vom Stadtrat von Benissa Erklärungen zu drei konkreten Punkten: dem aktuellen Stand der städtebaulichen Unterlagen zum Projekt, der Natur die genauen Details der auf dem Grundstück durchgeführten Arbeiten und die Position des Bürgermeisters, Arthur Tasche, im Hinblick auf eine mögliche Lizenzvergabe.
„Wir fragen uns, wie diese Situation zugelassen werden kann, wenn es um den letzten unberührten Küstenabschnitt der Gemeinde geht. Der Bürgermeister muss seine Beweggründe für die Genehmigung dieser kommerziellen Strategie erläutern, die das Projekt so darstellt, als sei es bereits im Gange“, erklärte die Gruppe.
Salvem el Litoral ist der Ansicht, dass die berichteten Ereignisse den Aussagen des Bürgermeisters auf der Internationalen Messe widersprechen. Tourismus (FITUR), wo er das städtische Projekt Benissa Natur Esport vorstellte.
Die Plattform unterstreicht folgende Botschaft: „Heute präsentieren wir Benissa Natur Esport, ein klares Bekenntnis zu nachhaltigem Sporttourismus. Ein Projekt, das unsere Naturlandschaft, den Respekt vor ihr und eine aktive und verantwortungsvolle Art, Benissa zu genießen, in den Vordergrund stellt. Hier wird Sport im Freien, im Einklang mit der Natur und mit Blick auf die Zukunft erlebt. Denn der Schutz des Landes ist auch der beste Weg, ihn zu fördern.“
Die Plattform empfindet es als „bemerkenswert, heuchlerisch und respektlos gegenüber der Öffentlichkeit, von Nachhaltigkeit, Respekt vor der Landschaft und Schutz des Territoriums zu sprechen, während gleichzeitig die Bebauung des letzten unberührten Küstenabschnitts der Gemeinde zugelassen wird“. Weiterhin wird angemerkt, dass Bilder der Bucht La Llobella, in der sich Patmore befindet, auf die Bildschirme des Standes der Region Valencia projiziert wurden, was als klarer „Widerspruch zwischen institutioneller Rhetorik und der Realität der Gemeindeverwaltung“ beschrieben wird.
Beschwerde bezüglich Werbung und Medienberichterstattung
Die Plattform verurteilte außerdem den Inhalt eines Artikels eines lokalen Medienunternehmens, in dem die Platzierung von Werbung auf Flaggen als „Startschuss“ des Patmore-Projekts bezeichnet wird und behauptet wird, dass dieses Projekt institutionelle Unterstützung genießen würde.
Salvem el Litoral wirft sowohl dem Bauträger als auch der Website Propaganda und journalistische Unregelmäßigkeiten vor, da sie behaupten, Patmores Realisierbarkeit basiere – anders als bei anderen Bauprojekten an der Mittelmeerküste – auf der strikten Einhaltung geltender Gesetze. Laut der Plattform ist diese Behauptung falsch, da dem Projekt eine Baugenehmigung fehlt. Sie weisen zudem darauf hin, dass der Bauträger eine Bürgschaft hinterlegt habe, die ihrer Aussage nach nicht formell verlangt worden sei. Dies interpretieren sie als Versuch, das Projekt als vollendete Tatsache darzustellen.
Abschließend fordert Salvem el Litoral den Bürgermeister von Benissa dringend auf, die veröffentlichte Aussage zu präzisieren, dass der Komplex nach erfolgreichem Abschluss der Validierungsphase „vom Plan zur Realität“ geworden sei. Die Gruppe verlangt eine Erläuterung des konkreten Verwaltungsverfahrens, auf dem diese Aussage beruht, und der offiziellen Schritte, die den erfolgreichen Abschluss dieser Phase bestätigen würden.






