Die EMAD-Gewerkschaft (Union der Angestellten im öffentlichen Dienst) hat die ihrer Ansicht nach „gravierende Arbeits- und Sicherheitslage“ bei der örtlichen Polizei von Ondara öffentlich angeprangert. Die Organisation führt diese Situation auf ein „mangelhaftes“ Management der Gemeinde zurück, das sich sowohl auf die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Beamten als auch auf die öffentliche Sicherheit auswirkt.
Laut Gewerkschaft werden die von Polizeibeamten geleisteten Zusatzschichten nicht angemessen vergütet. EMAD argumentiert, dass der für diese Schichten gezahlte Betrag unter dem Wert einer regulären Arbeitsstunde liegt, obwohl diese Schichten mit einer besonders hohen Arbeitsbelastung und größerer Verantwortung verbunden sind. Ihrer Ansicht nach verstößt diese Situation gegen den Grundsatz der leistungsgerechten Vergütung und schafft ein „ungerechtfertigtes Klima der Unsicherheit“.
Die Gewerkschaft hält es für besonders besorgniserregend, dass Beamte in der vergangenen Woche zu Einzel-Nacht- und Nachmittagsschichten eingeteilt wurden. EMAD ist der Ansicht, dass diese Praxis das Einsatzrisiko erhöht und die Mindestsicherheitsstandards für den Polizeidienst nicht erfüllt.
Die Gewerkschaft stellt außerdem fest, dass einige dieser Dienstleistungen von Zeitarbeitern erbracht wurden, die nicht über die erforderliche Qualifikation verfügen. Ausbildung Die Beschwerde wirft den Beamten vor, nicht über die erforderliche vollständige Ausbildung oder Berechtigung zum Führen einer Schusswaffe verfügt zu haben. Laut Beschwerde übernahmen diese Beamten Aufgaben im Bereich der öffentlichen Sicherheit ohne ausreichende Ressourcen oder operative Unterstützung, was nach Ansicht von EMAD ein Risiko sowohl für die Beamten als auch für die Öffentlichkeit darstellt.
Die Gewerkschaft argumentiert, dass diese Praktiken gegen das Gesetz 17/2017 vom 13. Dezember über die Koordinierung der örtlichen Polizeikräfte der Region Valencia verstoßen könnten, welches die Grundsätze der Professionalität, der angemessenen Ausbildung und der ausreichenden Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen festlegt, um einen effektiven und sicheren Dienst zu gewährleisten.
In diesem Zusammenhang äußerte EMAD auch ihr Missfallen über die ihrer Ansicht nach unerfüllten Versprechen des Bürgermeisters, da strukturelle Verbesserungen bei der Polizei nicht eingetreten seien, so die Organisation.
Zu den Maßnahmen, die es vom Stadtrat von Ondara fordert, gehören die sofortige Beendigung der Einzelschichten, die strikte Einhaltung der geltenden Gesetze, ausreichend Personal und Ressourcen, die Regularisierung der Vergütung und die Veröffentlichung freier Stellen zur Konsolidierung und Erweiterung der Belegschaft.
Die Gewerkschaft schließt nicht aus, gewerkschaftliche, administrative oder rechtliche Schritte einzuleiten, falls die Situation nicht umgehend behoben wird.
Der Stadtrat von Ondara hat sich bisher nicht öffentlich zu diesen Anschuldigungen geäußert.






