Die Stadträte von Calp und Benissa haben eine Gruppe gebildet, um Folgendes zu fordern: Hilfe im jüngsten Aufruf der Biodiversitätsstiftung des Ministeriums für den ökologischen Wandel, kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), zur Renaturierung der Quisi-Schlucht.
Dabei handelt es sich um ein von beiden Gemeinden stark gefordertes und beanspruchtes Projekt, das die Sicherheit der Schlucht verbessern und gewährleisten sowie ihre Artenvielfalt erhöhen würde. Durch dieses Projekt würde das Arundo Donax-Schilf, eine invasive Art, beseitigt und so die Gefahr eines Überlaufens der Schlucht im Falle großer Überschwemmungen minimiert. Man sollte bedenken, dass diese Schlucht, wie viele andere im Mittelmeerraum, in der Trockenzeit nur eine sehr geringe Strömung aufweist, die bei sintflutartigen Regenfällen jedoch dramatisch zunehmen kann. Genau bei einem Vorfall dieser Art verlor der örtliche Polizeibeamte Juan Manuel Policarpo Moll im September 2022 bei der Ausübung seines Dienstes sein Leben.
Beide Gemeinden haben seitdem mehrere Treffen abgehalten, um dieses Problem zu besprechen, auch mit der Hydrografischen Konföderation des Júcar, die die alleinige Autorität hat, in Bezug auf die Schlucht Maßnahmen zu ergreifen. Nun wollten beide Räte den von der Stiftung für Biodiversität verwalteten Aufruf zu europäischer Hilfe nutzen, der auf die Entwicklung und Konsolidierung grüner Infrastrukturen zur Renaturierung und Widerstandsfähigkeit spanischer Städte abzielt, und haben sich verpflichtet, zusammenzuarbeiten, um die Genehmigung des CHJ einzuholen und dieses Projekt so Wirklichkeit werden zu lassen.
Die Initiative mit dem Namen „Espai verd i blau del Mediterrani Calp-Benissa“ soll es einerseits ermöglichen, die große Zahl der Schilfgebiete des Arundo Donax durch die Solarisationstechnik – mit schwarzen Planen, die eine hohe Temperatur erreichen, welche die Wurzeln der Pflanze abtötet – zu beseitigen und dann einheimische Arten anzupflanzen. All dies mit dem ultimativen Ziel, beide Städte durch einen großen Grüngürtel zu verbinden.
Das Gesamtbudget des Projekts beträgt rund 2.250.000 Euro, von denen 1.400.00 Euro auf Maßnahmen in Benissa entfallen würden, die die 6,5 Kilometer der Schlucht betreffen würden, die durch diese Gemeinde verläuft, sowie ihre Nebenflüsse, und die restlichen 850.000 Euro in Calp, d. h. die 5,2 Kilometer des Quisi, der durch die Gemeinde Calp fließt. 60 % der Projektkosten würden mit EFRE-Mitteln finanziert.
Calp Blau Strategie
Die Renaturierung der Quisi-Schlucht ist das Vorzeigeprojekt des lokalen grünen und blauen Infrastrukturplans Calp Blau, eine umfassende Strategie des Stadtrats von Calp zur Umwandlung der Gemeinde in eine nachhaltige Stadt, die gegenüber dem Klimawandel widerstandsfähig ist. In diesem Zusammenhang hofft Calp auch, diese europäischen Mittel für die Ausarbeitung dieser Strategie sowie die Durchführung dreier weiterer Projekte zu erhalten.
Einerseits geht es dabei um die Schaffung von vertikalen Gärten und Gründächern auf öffentlichen Gebäuden, den Ausbau urbaner Gärten sowie die Regeneration von Dünen. Das Gesamtbudget der Strategie mit den vier über einen Zeitraum von drei Jahren umzusetzenden Projekten beträgt rund 3.500.000 Millionen Euro.






